Ambulante Schmerzpraxis beo-schmerzfrei – ein Angebot der Rehaklinik Eden

Adresse:

Panoramastrasse 20, 3854 Oberried am Brienzersee

Klassische Akupunktur

Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen als Ganzes und unterscheidet sich damit von der westlichen Medizin, die in einzelne Fachrichtungen unterteilt ist. Ihr Ziel ist es nicht nur, Krankheiten zu heilen, sondern auch deren Entstehung – insbesondere von schweren und chronischen Erkrankungen – vorzubeugen. Die Akupunktur, eine der wichtigsten chinesischen Heilmethoden, wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), führenden Akupunkturgesellschaften und zunehmend auch in medizinischen Behandlungsleitlinien empfohlen.

In manchen Fällen ist die «Nadeltherapie» genauso wirksam wie konventionelle westliche Behandlungsmethoden. Grundsätzlich gilt aber: Akupunktur kann heilen, was gestört ist, aber nicht «reparieren», was bereits zerstört ist. So kann sie beispielsweise bei einer Gelenkerkrankung wie Arthrose mit Knorpelschädigungen den Knorpelverlust nicht rückgängig machen. Sie kann aber die damit verbundenen Schmerzen in Bändern, Muskeln und der Gelenkkapsel deutlich lindern.

Wann kann Akupunktur eingesetzt werden?

Bei akuten und chronischen Schmerzen

  • Kopfschmerzen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen des Kau- und Zahnsystems

Bei Erkrankungen des Bewegungsapparats

  • Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Sehnen- und Gelenkerkrankungen
  • Tennisellenbogen
  • chronische Hüftgelenkschmerzen
  • Kniegelenkschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen

Bei neurologischen Erkrankungen

  • Migräne
  • Neuralgien
  • Trigeminusneuralgie
  • Schmerzen nach Schlaganfall und bei Polyneuropathie
  • Schmerzen bei Gürtelrose (Zoster)

Bei sonstigen Indikationen

  • Schmerzen bei funktionellen Magen-Darm-Störungen
  • Menstruationsschmerzen
  • Schmerzen bei Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)

Wie wirkt Akupunktur?

Bei der Körperakupunktur werden feine Einmalnadeln an bestimmten Hautpunkten gesetzt – ein Verfahren, das kaum schmerzhaft ist. Die Nadeln bleiben 20 bis 30 Minuten im Körper und entfalten währenddessen ihre heilsame Wirkung, während sich die Patientin oder der Patient entspannt.

Viele Akupunkturpunkte liegen auf unsichtbaren Energiebahnen, den sogenannten Meridianen oder Leitbahnen. Häufig befinden sie sich aber auch in Haut- und Muskelzonen in der Nähe des Schmerzbereichs oder betroffener Organe. Nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin regt der Nadelreiz den Energiefluss (Qi) an und bringt ihn ins Gleichgewicht. Blockaden und Störungen lösen sich, was häufig schon nach der ersten Behandlung als wohltuend und entspannend empfunden wird.

Was genau bei einer Akupunktur im Körper geschieht, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Dank moderner Untersuchungsmethoden konnte die Wirkung in den letzten Jahren jedoch zunehmend besser erklärt werden. Die heilende Wirkung der Akupunktur beruht unter anderem darauf, dass der Nadelreiz im Gehirn die vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen stimuliert. Dazu gehören Serotonin und körpereigene Endorphine, die auch als «Glückshormone» bezeichnet werden. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomografie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur auf den Gehirnstoffwechsel eindeutig nachweisen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Akupunktur bei chronischen Wirbelsäulenleiden in ihrer Wirkung mit herkömmlichen medizinischen Therapien vergleichbar ist. So führt sie beispielsweise bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen – etwa infolge einer Arthrose – in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und lang anhaltenden Schmerzlinderung.

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